Fatboysrun Episode 151 – Ernährungsfragen mit Caroline Rauscher

Liebe Zuhörerinnen & Zuhörer, Liebe FatGirls & Boys,

Ernährung ist das Lieblingsthema des Läufers und wir wären nicht FatBoysRun, wenn wir uns nicht im Speziellen darum kümmern würden. Für haben wir zum zweiten mal Pharmazeutin und Beraterin der Spitzenathleten Caroline Rauscher eingeladen, die sich extra Zeit genommen hat, um eure Fragen zu beantworten!

 

Viel Spaß

 

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23 Comments

  1. Super Folge sehr gut erklärt.
    Aber.
    Also Avocados und Ethik passen in meinem verstandt nicht zusammen.
    Und 2-2.5 g protein pro kg KG ist glaube ein bischen viel, selbst für ambitoniere läufer.
    Bin ich der meinung.

    Martin Stein
  2. Die Riesensojafelder in USA oder Südamerika sind nicht für Tofu oder Sojajoghurt sondern zum Großteil für Tiernahrung. Etwas schade dass der Podcast direkt mit solchen leicht wiederlegbaren Vorurteilen gegenüber der veganen Ernährung anfängt.

    Karl
    1. Offensichtlich sind sie fuer beides. Keine Frage, der Hauptanteil geht an Tiere, was aber nicht bedeutet dass jemand der viel Soja isst der Welt einen Gefallen tut – und würden die Menschen mehr Soja essen so würde sich dieser Anteil natürlich erhöhen.

      Es scheint mir ein Rind oder Schaf das den Sommer auf einer Wiese steht die nicht zum Ackerbau geeignet ist (und im Winter Heu bekommt) hat ethisch viele Vorteile im Sojavergleich:
      – Widerkäuer sind gut fuer den Boden, sie bauen die wertvolle Humusschicht auf und helfen so beim Binden von CO2 im Boden.
      – Grosse Wiesenlandschaften mit Widerkäuern drauf die etwa Bäume klein halten und so den Grässern eine Chance geben am Licht zu bleiben helfen der Biodiversität und auch (je nach Breitengrad) gegen eine vortschreitende Desertifikation.

      Was für ein Ecologisches Desaster die Monocrop Wüsten darstellen muss ich hier hoffentlich garnicht im Details ausführen – aber diese Landwirtschaft hat nicht nur viele Tiere auf dem Gewissen, hier werden ganze Tierarten komplett ausgerottet da der Lebensraum nicht mehr gegeben ist…

      Finde es toll wenn man sich auch über die Folgen seiner Ernährung kritisch Gedanken macht.

      Peter
      1. Für ca. 1 kg Fleisch werden mindestens 10 kg Soja als Futtermittel verbraucht.
        Rinder die auf einer Wiese stehen sind leider die Minderheit !

        Bitte Fleisch essen nicht als ethisch gut legitimieren, es ist und bleibt Massentierhaltung trotz Bio.
        Es muss auch niemand Vegetarier oder Veganer werden. Es würde schon reichen seinen Fleischkonsum auf z.B. 1x Pro Woche 150 g zu reduzieren.

        Andreas
        1. Es kommt drauf an woher dein Fleisch ist. Sag mal hallo zu deinem lokalen Bauern und organisier dir ein Jährling von der Weide, ist auch garnicht so teuer wenn man direkt kauft und das Tier komplett abnimmt und verwendet. Definitiv ethisch sehr wertvoll.

          Peter
    2. Aus diesem Grund habe ich es leider nicht geschafft die Folge zu Ende zu hören. Solche Aussagen hört man immer wieder und untergraben vor allem den Kompetenzverdacht des sogenannten Experten. Woher soll man im weiteren Verlauf noch beim Zuhören wissen, ob die Aussagen von Frau Rauscher auf tatsächlichem Wissen beruhen oder auf schlecht recherchierten Halbwahrheiten aus dem Internet fußen.
      Schade dass Micha und Philip nicht sofort eingegriffen und die Aussagen richtig gestellt haben. Als (Ex-)Veganer und Vegetarier kennen sie doch bestimmt die Top 3 der schlechtesten Anti-Vegan-Vorurteile. Jetzt verbreitet sich dieser Unsinn leider weiter.

      Frank
  3. Hab eigentlich an dem Punkt abgeschaltet wo wieder das leidige Soja Argument kam. Ich bin es so leid. Wär sich nur ein bisschen mit dem Thama beschäftigt, weiß das 90 % der bösen genmanipulierten Sojaerzeugnisse in die Futtermittelproduktion für unsere Fleischproduktion einfließen. Wenn alle Leute Soja statt Fleisch essen würden, bräuchten wir viel viel weniger Sojafelder. Also zumindest diese Grundkenntnis darf man ja von einer Fachfrau erwarten. Aber nein dieses Argument ist so verbreitet. Jedesmal höre ich es wieder. Traurig dass es sogar von den sogenannten Experten kommt.

    Benni
    1. Dito, ich war gerade dabei die Folge auf Spotify zu hören. Ich dachte, das kann doch schon wieder nicht wahr sein, ich denke sie ist eine Fachfrau. Stehe ich vielleicht alleine mit meiner Meinung da?, schau doch mal auf der Webseite nach, ob es schon Kommentare dazu gibt und siehe da …
      Von einem Experten erwarte ich, dass sie/er sich auch halbwegs komplett mit einem Thema auskennt oder eben solche „Urban Legends“ nicht von sich gibt. Schade, so habe ich abgeschaltet.

      Tobias
  4. Super interessant (wie immer). Das was bei mir hängen geblieben ist, ist der Kakao am Ende einer intensiven Einheit! 😉 Macht weiter so!

    Gut fand ich, dass sie keine Werbung für ihre Produkte gemacht hat. Aber hat jemand Erfahrung mit den Produkten von nft? Lohnt sich das?

    Martin Braun
  5. Etwas Licht und viel Schatten. Erfreulich ist, dass Caroline klarstellt, dass es in der Ernährung nichts umsonst gibt, auch nicht durch ketogene Ernährung. Es hätte noch deutlicher herausgestellt werden können, dass man bei einer kohlenhydratarmen Ernährung gezwungen ist, langsamer zu laufen, sowohl im Training als auch im Wettkampf (vgl. etwa Fitzgerald oder Koop)

    Haarsträubend sind in der Tat einige Aussagen zur veganen Ernährung. Vegan heißt nur „keine tierischen Produkte“. Vegan heißt nicht möglichst gesund, möglichst „natürlich“ (was immer das auch ist) oder alles bio. Meine Sportgetränke kommen selbstverständlich aus dem Labor und das ist auch gut so, denn wenn ich „natürliche“ Apfelsaftschorle trinken würde, käme ich nicht mehr vom Klo herunter. Entscheidend ist also nicht, wo etwas herkommt, sondern was es im Körper bewirkt. Zu viel reines, völlig natürliches Leitungswasser kann tödlich sein. Wenn ein Ernährungsexperte dem naturalistischen Fehlschluss aufsitzt, hat er/sie sich schon disqualifiziert. Alles ist Chemie, alles was wir zu uns nehmen. Alles.

    Endgültig enttäuscht war ich durch die Behauptung, dass man durch Verzehr von Gelatine seine Sehnengesundheit verbessern könne. Es ist physiologisch ausgeschlossen, durch oralen Verzehr von irgendetwas ein Organ oder ein Körperteil direkt zu versorgen. Selbst oral eingenommene Medikamente wirken immer im ganzen Körper. Daher gibt es Nebenwirkungen.

    Im Falle von Gelatine sieht das so aus, dass der Körper das unvollständige Protein (die Aminosäure Tryptophan fehlt, obwohl es ein tierisches Protein ist) im Verdauungstrakt in die einzelnen Aminosäuren zerlegt und je nach weiterem Angebot an Aminosäuren ausscheidet oder umbaut und dort verwendet, wo er, der Körper, es für richtig hält. Darauf haben wir keinen direkten Einfluss.

    Ob es durch lokale durchblutungsfördernde Maßnahmen möglich ist, bestimmte Körperregionen gezielt mit Nährstoffen zu versorgen, sei dahingestellt.

    Es ist unglaublich naiv zu glauben, dass ein Stoff, der in Sehnen enthalten ist, über die Ernährung direkt in den Körper eingebaut werden kann..

    Oliver
    1. Low Carb == Langsamer im Wettkampf und Training?

      Wenn das so waere wuerde mal niemand der Wettkampfmaessig Sport macht so Essen? Was ganz offensichtlich nicht so ist. Denke Du hast da irgendetwas falsch verstanden, vielleicht erklaerst Du mal wieso man langsamer laufen muss?

      Peter
    2. Witzig, dass du den „naturalistischen Fehlschluss“ ansprichst, der rein gar nichts mit dem zu tun hat, was du wohl meinst! Damit hast du dich meiner Meinung nach auch schon direkt disqualifiziert.

      marcel
  6. Ich will die Aufregung hier mal kurz legen:

    Es wurde in dem ganzen Podcast nichts darüber gesagt, dass Soja schlecht ist für die Umwelt. Lediglich, dass es ein Problem ist, dass Soja oft genmanipuliert ist. Es muss sich also kein Veganer angegriffen fühlen. Hört euch die Stelle nochmal ab Minute 10 genau an. Manchmal hört man das, was man hören will.

    Zum Thema Gelantine:
    https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5183725/

    Die Forschungen dahingehend sind recht vielversprechend und zeigen eine erhöhte Collagen Synthese, welche mit anderen Nahrungsmitteln bisher nicht erzielt wurde.

    Michael-Arend
    1. Was ist schlimm an Gentechnik? ist die nächste Frage. Alle Produkte, die wir verzehren, sind in irgendeiner Weise genmanipuliert, egal ob im Feld oder im Labor. Die Ablehnung von gentechnisch manipulierten Lebensmitteln eint die meisten Anhänger der meisten Ernährungsweisen und ist rational vollkommen unbegründet und eine weitere Spielart des naturalistischen Fehlschlusses.

      Die Studie zur Gelatine unfasste 8 Subjekte und war letzten Endes eine in vitro-Studio, da künstliches Bindegewebe mit den Blutproben behandelt wurde. Es gibt zig „vielsprechende“ In vitro-Studien, bei denen Stoff xy Tumorzellen im Reagenzglas abtötet, aber halt leider nicht im menschlichen Körper. Diese Studie beweist also gar nichts und wenn stellt sich die Frage, ob man unbedingt Gelatine braucht, um diesen Effekt der erhöhten Kollagenproduktion zu erzielen.

      Oliver
        1. Baar zitiert die gleiche in vitro-Studie mit 8 Subjekten (was gibt es da noch zu randomisieren?) und seine eigene, in der er zugibt, dass die Forschung noch in den Kinderschuhen steckt. Dennoch lässt er sich zu Schlussfolgerungen hinreißen, die der gegenwärtige Forschungsstand nicht hergibt – sonst würde die Forschung ja nicht in den Kinderschuhen stecken. Wir erfahren außerdem nichts darüber, wer die Zielgruppe der Intervention sein soll: Nur Männer? Nur sehnengesunde Sportler zur Vorbeugung oder auch Sportler, bei denen das Kind bereits in den Brunnen gefallen ist? Wahrscheinlich müsste man erst einmal die Entzündung in den Griff bekommen („following injury“), richtig klar wird es zumindest mir nicht. Außerdem interessiert bei jeder medizinischen Intervention immer das Endergebnis, d.h. ob durch die angenommene verbesserte Sehnenfestigkeit auch das Verletzungsrisiko minimiert wird. Das ist nicht automatisch anzunehmen, sondern muss separat getestet werden.

          Es geht mir darum herauszustellen, dass aufgrund der Studiendesigns viele wichtige Fragen offen bleiben müssen. Bis dahin müssen konkrete Empfehlungen unterbleiben. Egal um welche Erkrankung es geht und egal um welche Intervention, solche Studien können lediglich weitere Fragen aufwerfen, also Hypothesen erzeugen, die separat getestet werden müssen. Hätten sich die Forscher damit begnügt, wäre es wirkliche Grundlagenforschung. Aber nein, sie springen zu Schlussfolgerungen, die durch die Forschung nicht abgedeckt sind (jumping to conclusions).

          Oliver
  7. Soja IST schlecht für die Umwelt. Den Fakt hat ja hier keiner bestritten. Nur dass Frau Rauscher den Vegetariern/Veganern die Schuld für Soja Monokulturen in die Schuhe schieben wollte, obwohl es sich genau anders herum verhält, ist das eigentlich traurige an der ganzen Geschichte.

    Benni
      1. Toller Podcast und sehr informativ. Spätestens in Minute 10 wurde es kurz extrem tendenziös und es ging mehr um die gefühlte Wahrheit als um Fakten. Es ging von den Veganern ruckzuck über zu den Monokulturen in den USA und es wurde gefragt was denn der Mehrwert (im Vergleich zur Omnivoren Ernährung?!) für die Gesellschaft sei. Das klingt schon arg nach Vorwurf wie er dann auch hier in den Kommentaren als Vorwurf formuliert wurde. Der Punkt, dass die Omnivore Fleischproduktion das ganze Soja braucht, ist ja berechtigt und wurde nicht erwähnt. Und dann wurde noch Schwupp der Gentechnik einen über gezogen, ohne dass gesagt wurde warum denn nun? Angst vor Genen oder vor Technologie? Aber man braucht schon ein dünnes Fell um deswegen abzuschalten, denn darum ging es im Weiteren gar nicht. Und niemand wird diesen Podcast als Argument gegen vegane Ernährung zitieren. Ich fand es OK diese Punkte nicht zu vertiefen sondern sich auf das wesentliche zu konzentrieren. Weiter so

        Christian
  8. Also, ich habe wohl einen anderen Podcast gehört (oder ich bin da etwas toleranter). Für mich ging es in 99% der Zeit um Sport Ernährung und höchstens 1% um spezielle vegane Ernährung. Bei mir ist hängengeblieben, dass Caroline gegen Paradigmen in jeder Hinsicht ist und auf die speziellen Nachfragen zu veganen Ernährung sehr gut eingegangen und die Besonderheiten erklärt hat.

    Martin Braun

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